Österreich und seine Feste: was sich wirklich lohnt
Festivals, Festspiele, Märkte, Brauchtumsfeste und Sportveranstaltungen liegen in Österreich oft nur wenige Kilometer auseinander. Genau das macht ein Wochenende hier so ergiebig.
Adventmärkte und Bälle
Der Pfandbecher ist fast überall Standard. Wer ihn zurückgibt, bekommt den Einsatz retour, was bei mehreren Ständen ins Gewicht fällt.
Die kleineren Märkte in den Bundesländern sind oft stimmungsvoller als die großen in den Innenstädten. Dafür haben sie eingeschränkte Öffnungszeiten, häufig nur an Wochenenden.
Bahn, Bus und Shuttle zur Veranstaltung
Nachtzüge und Nachtbusse verkehren an Wochenenden in manchen Regionen zusätzlich. Sie stehen nicht immer im Standardfahrplan. Die einzelnen Einträge sind hier gesammelt.
Die letzten Verbindungen am Abend fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf den Rückfahrplan vor der Anreise erspart einiges.
Vorbereitung, die sich auszahlt
Das Wetter im Alpenraum wechselt schnell. Bei Open-Air-Veranstaltungen in Bergnähe gehört Regenschutz auch im Hochsommer in die Tasche.
Bei Veranstaltungen im Freien ist Sonnenschutz ebenso wichtig. In den Bergen ist die Strahlung spürbar stärker als im Flachland. Andere Beiträge zu österreichischen Themen stehen unter znaki.fm.
Was am Ende auf der Rechnung steht
Das Ticket ist selten der größte Posten. Unterkunft und Anreise machen bei einem Wochenende außerhalb der eigenen Region meist den Hauptteil aus.
Kostenlose Veranstaltungen sind eine echte Alternative. Stadtfeste, Erntedankfeste und viele Adventmärkte verlangen keinen Eintritt.
| Ticket | meist der kleinere Teil | Frühbucher deutlich günstiger |
| Unterkunft | oft der größte Posten | weiter entfernt spürbar billiger |
| Anreise | variabel | Kombitickets prüfen |
| Verpflegung vor Ort | über dem üblichen Niveau | bei mehreren Tagen relevant |
Die unbekannteren Termine
Auch Handwerksmärkte und Kunsthandwerksausstellungen finden sich über das ganze Jahr verteilt, oft in Verbindung mit einem Ortsjubiläum.
Tourismusverbände der Regionen führen eigene Kalender, die deutlich vollständiger sind als überregionale Übersichten.
Wein-, Most- und Kulinarikfeste
Weinfeste prägen den Spätsommer und Herbst in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich. Sie sind klein, günstig und meist ohne Eintritt.
Der Sturm, also der noch gärende Traubenmost, ist ein saisonales Getränk und nur wenige Wochen im Herbst erhältlich. Er wird deutlich unterschätzt, was den Alkoholgehalt betrifft.
Märkte abseits der Adventzeit
In den Landeshauptstädten gibt es zusätzlich Markthallen mit fixen Öffnungszeiten, die auch bei schlechtem Wetter funktionieren.
Ostermärkte laufen in den zwei Wochen vor dem Fest und sind deutlich kleiner als die Adventmärkte, dafür auch weniger überlaufen.
Der kurze Schluss
Die Anreise verdient dabei mehr Aufmerksamkeit als das Programm. Sie entscheidet in der Praxis oft darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Termin und einem kleinen Fest in der Nähe. So sieht man beide Seiten des Landes.
- Feste Schuhe für Festwiesen einpacken
- Pfandbecher zurückgeben, das summiert sich
- Treffpunkt vereinbaren, Handyempfang ist unzuverlässig
- Ersatzakku mitnehmen, wenn Tickets digital sind
Vorgaben, die man vorher kennen sollte
Hunde sind bei vielen Großveranstaltungen nicht zugelassen. Bei Märkten und Dorffesten ist das lockerer geregelt.
Bei Festspielen und Bällen gibt es Kleidervorschriften, die tatsächlich kontrolliert werden. Sie stehen auf der Seite der jeweiligen Veranstaltung.
Die vier Jahreszeiten und ihre Termine
Schulferien verschieben die Besucherzahlen spürbar. In den Sommerferien sind Familienveranstaltungen voller, in den Semesterferien die Wintersportorte.
Im November ist es am ruhigsten. Wer Ruhe sucht und trotzdem Kulturprogramm möchte, findet in diesem Monat die besten Bedingungen.
Campingplätze bei Festivals sind meist im Ticket inbegriffen oder kosten wenig extra. Die Bedingungen dort unterscheiden sich allerdings erheblich.
Die wichtigsten Sporttermine
Im Sommer kommen Radveranstaltungen dazu, von Amateurrennen bis zu Etappen größerer Rundfahrten. Sie führen häufig über Passstraßen, die an diesen Tagen gesperrt sind.
Der Vienna City Marathon im Frühjahr führt quer durch die Stadt und ist auch für Zuschauer gut zugänglich, weil die Strecke an vielen Stellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Von Vorarlberg bis ins Burgenland
Niederösterreich ist flächenmäßig groß und entsprechend verstreut. Hier lohnt es sich besonders, vorab nach Terminen in der konkreten Region zu suchen.
Das Burgenland punktet mit Freiluftbühnen und Weinorten. Die Entfernungen sind gering, mehrere Termine an einem Wochenende sind machbar.
Zugänglichkeit im Praxisblick
Bei Freiluftveranstaltungen auf Wiesen ist die Lage schwieriger. Der Untergrund wird nach Regen schnell unpassierbar, auch wenn eine Rampe vorhanden ist.
Ein kurzer Anruf beim Veranstalter klärt in fünf Minuten mehr als jede Website. Die meisten reagieren darauf sehr entgegenkommend.
Open Air von Juni bis September
Das Grafenegg Festival in Niederösterreich setzt auf klassische Musik unter freiem Himmel. Gespielt wird auf der Wolkenturm-Bühne im Schlosspark.
Dazu kommen dutzende kleinere Open Airs, die oft nur regional beworben werden. Sie sind günstiger, weniger überlaufen und für viele die bessere Wahl.
Häufige Fragen zu Veranstaltungen in Österreich
Finden Open Airs auch bei Regen statt?
In den meisten Fällen ja. Abgesagt wird üblicherweise nur bei Gewitter oder Sturm, und dann meist kurzfristig über die Kanäle des Veranstalters.
Gibt es Veranstaltungen ohne Eintritt?
Ja, und nicht wenige. Das Donauinselfest in Wien ist das bekannteste Beispiel, dazu kommen Stadtfeste, Erntedankfeste und die meisten Adventmärkte.
Wann beginnen die Christkindlmärkte?
Üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte. Sie laufen bis kurz vor Weihnachten, kleinere Märkte oft nur an Wochenenden.
Alle Angaben beziehen sich auf den üblichen Jahresverlauf. Konkrete Daten und Öffnungszeiten bitte beim Veranstalter prüfen.